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Durch ihre Zweisprachlichkeit verbindet diese Ausstellung, entwickelt aus dem Buch “Masurische Gnadenhochzeit”, zwei europäische Kulturvölker und ermöglicht eine
Grenzüberschreitung in zweifacher Hinsicht: einmal zwischen Deutschland und Polen, dann aber auch zwischen dem Medium Buch und seiner visuellen Präsentation, die Worte und
Bilder in “anschaulicher” Form auf großen Tafeln dem Betrachter näher bringt.
Durch eine Auswahl werden thematische Schwerpunkte gesetzt, die einen Einblick in die
Intention des Buches gestatten, ein Beitrag zur deutsch-polnischen Begegnungsgeschichte zu sein; es ist eine Geschichte, die auf beiden Seiten nicht ohne Narben geblieben ist.
Die Ausstellung umfasst 30 Stand-Tafeln im Format 70 x 100 cm und wird in Deutschland und Polen gezeigt. Sie bietet die gute
Möglichkeit, sich in ihrem Rahmen zu begegnen; sowohl im Gespräch als auch durch Lesungen aus dem Buch. Wobei es
wünschenswert wäre, besonders die jungen Menschen auf beiden Seiten der Grenze in den Gedankenaustausch einzubeziehen.
Die Ausstellung berührt sich auch mit dem “Poetischen Herbst im Sauerland”, dieser bereits dritten Begegnung zwischen den beiden
europäischen Regionen Ermland/Masuren und Sauerland. Sie findet vom 2.-9. September 2005 statt. Die erste deutsch-polnische
Begegnungsveranstaltung, “Poetischer Frühling im Sauerland”, hat ja bereits im Rahmen der landesweiten Veranstaltungsreihe “Polen
erlesen. Literatur. Kunst und Kultur. NRW 2000” stattgefunden. Und 2002 folgte eine Literaturfahrt aus dem Sauerland nach
Ermland/Masuren, wo sich in Olsztyn deutsche und polnische Schriftsteller gemeinsam dem Publikum vorstellten. Der “Poetische
Herbst 2005”, ist also der dritte Schritt dieser nachhaltigen deutsch-polnischen Schriftstellerbegegnung; vertieft durch die Ausstellung
“Ost-West-Begegnungen in Krieg und Frieden”, die im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest gezeigt werden wird.
An verschiedenen Ausstellungsorten in Deutschland und Polen, etwa im Westpreußischen Landesmuseum Münster-Wolbeck,
Kreishaus Meschede, Kreishaus Soest, in der deutsch-polnischen Universität Viadrina Frankfurt/Oder, voraussichtlich auch im
Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf - oder im Muzeum Regionalne w Krokowej, im Dom Kopernikus in Olstzyn, im
Zamek Reszel und im Masurischen Museum in Szytno sowie an anderen Orten in Polen, werden Autoren-Lesungen aus dem Buch angeboten.
In einer Zeit, in der die Grenzen Europas fließend werden, ist gute Nachbarschaft eine wesentliche Voraussetzung, um mit einander
die Aufgaben der Zukunft zu lösen. Dass wir mit unseren kulturellen Begegnungsbemühungen einen kleinen Schritt weiter auf einander zu gehen, ist unser Wunsch.
60 Jahre nach Ende eines furchtbaren Krieges, in dem Deutsche und Polen Leid und Zerstörung erfahren mussten, ist es gut zu wissen
, dass nun beide Völker in Frieden leben.
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