Banner-Sonderausstellungen


Kostbarkeiten aus Bernstein.
 


BernsteinkanoneSeit Jahrhunderten erfreut sich der Bernstein – das „Gold der Ostsee“ – einer mehr oder weniger großen Beliebtheit. Das Westpreußische Landesmuseum präsentiert nun vom 25. Oktober 2008 bis zum 15. Februar 2009 eine Auswahl an kunsthandwerklichen Bernstein -Objekten aus 18 Jahrhunderten in seiner Ausstellung.

Schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde der Bernstein zu Schmuckstücken verarbeitet, im römischen Kaiserreich erlebte das Material einen regelrechten Boom. War der Rohstoff bis dahin vor allem von der jütländischen Nordseeküste gekommen, reichten die dortigen Vorkommen bald nicht mehr aus – auf der Suche nach neuen Lieferquellen wurde das Samland nunmehr wichtigster Lieferant.

HausaltarIm Mittelalter wurde der Bernstein zu einer wichtigen Einnahmequelle für den  Deutschen Orden, der große Mengen nach Brügge und Lübeck lieferte, wo das „Gold der Ostsee“ vor allem zu Rosenkränzen verarbeitet wurde. Als die Nachfrage nach Rosenkränzen durch die Reformation stark abnahm, kam es zu einer schweren Absatzkrise, die sich erst ab der Mitte des 16. Jahrhunderts entschärfte, als die Produktpalette erweitert wurde: zunehmend entstanden profane Kunstgegenstände, die vor allem auch bei fürstlichen und königlichen Abnehmern begehrt waren und Eingang in die großen Kunstkammern fanden.

Erst ab dem 16. Jahrhundert wurden zunehmend auch größere Kunstgegenstände aus dem „preußischen Silber“ gefertigt, die bis heute die großen Museen und Kunstsammlungen weltweit bereichern. Seinerzeit waren Kunstwerke aus Bernstein vor allem beim europäischen Adel in hohem Maße begehrt.

In der Ausstellung des Westpreußischen Landesmuseums wird eine hochwertige Auswahl an Bernstein-Objekten aus 18 Jahrhunderten gezeigt. Als Leihgeber sind zu nennen: Römisch-Germanisches Museum Köln, Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg, Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten, Kunstkammer Georg Laue München, Universität und Universitätsbibliothek Münster sowie Privatpersonen.

Führungen durch die Ausstellung sind nach vorheriger Anmeldung möglich.
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 – 18 Uhr.


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Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes Faltblatt.
Dieses steht Ihnen hier auch als PDF-Datei
zur Verfügung.

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