Vom 19. September bis zum 19. Oktober 2003 präsentiert das Westpreußische Landesmuseum eine Ausstellung der Truso-Vereinigung unter dem Titel
„Elbing 1901-1945. Zur Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert
Die Stadt Elbing hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts 53000 Einwohner und war bis zum Januar
1945 auf 100000 angewachsen. Die wachsende Industrie hatte immer mehr Menschen in die Stadt gezogen. Schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte Elbing den Wandel von einer
Hafen- zu einer Industriestadt vollzogen, der vor allem durch den Schiffbau ausgelöst worden war. Der Name des Industriepioniers Ferdinand Schichau steht
für zahlreiche andere Unternehmen, die oft aus kleinsten Anfängen zu großen Firmen heranwuchsen und Industriegeschichte schrieben. Daneben war es der
Maschinen- und Anlagenbau und die Autofabrikation, die Elbing zu einem der wichtigsten Industriestandorte des deutschen Ostens werden ließen. Und kaum
jemand weiß heute noch, dass in Elbing die größte Zigarrenfabrik des europäischen Kontinents beheimatet war.
Die Ausstellung wirft ein Streiflicht auf bedeutsame Jahrzehnte Stadtgeschichte, die durch zwei Weltkriege
bestimmt wurde aber auch durch die Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1939, die durch gravierende Grenzziehungen geprägt war. Gerade diese territorialen Veränderungen infolge des Ersten Weltkrieges
und den Friedensvertrag von Versailles betrafen den Landkreis Elbing unmittelbar.
Die Truso-Vereinigung unterhält eine Historische Elbing-Sammlung/Truso-Archiv in Münster
und Bremerhaven. Die präsentierten Exponate stammen überwiegend aus diesen Beständen, einige Leihgaben steuerte das Westpreußische Landesmuseum bei.
Im Jahre 2001 wurde die nunmehr im Westpreußischen Landesmuseum präsentierte
Ausstellung bereits auf Einladung des Stadtmuseums Elbing in Elbing/Elbląg präsentiert und stieß dort auf reges Interesse der heutigen Bewohner der Stadt.
Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger Katalog erschienen (40 Seiten/zahlreiche Abb.).
|