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D i e t e r  G ö t z e
ARBEITS-BÜHNE-INDUSTRIE.
Industriemalerei, Objekte und Installationen.
13. November 2004 bis zum 13. Februar 2005

Das Westpreußische Landesmuseum prĂ€sentiert vom 13. November 2004 bis zum 30. Januar 2005 GemĂ€lde, Objekte und Installationen des KĂŒnstlers Dieter Götze. Der 1939 in Danzig geborene und dort bis 1959 lebende Dieter Götze begann seinen beruflichen Werdegang als Maschinenschlosser. Er lebt und arbeitet also mit Maschinen von seiner Jugend an und auch der Kontakt mit den Musen, sein Vater war Kapellmeister in Danzig, ist seit diesen Tagen gegeben.

In der Zeit nach seiner Übersiedlung nach Hannover der TĂ€tigkeit als Monteur bei Siemens, die bis 1994 reichte, begann er ab 1979 kĂŒnstlerisch zu arbeiten und erhielt eine Ausbildung in Malerei und Zeichnen bei Dagmar Brand und Torsten Paul. Immer hatte sich Dieter Götze mit Maschinen befasst, ihre Konstruktions- und Funktionsweisen kennen gelernt und zu durchschauen versucht. Er lernt auch viel ĂŒber die Geschwindigkeit, mit der sich die zunehmend automatisierte Welt der Industrie und die dazu gehörige Arbeit verĂ€nderte. Die genaue „Hin-Sicht“ auf solche Prozesse mag wohl wie ein Sammelreservoir von EindrĂŒcken gewirkt haben, die Dieter Götze aufnahm.

Einer ca. 15 Jahre wĂ€hrenden Inkubationszeit hat es dann bedurft, bis diese beiden Aspekte seines Lebens, Maschinen und Malerei, zusammen fanden und eine Ă€ußerst produktive Symbiose eingehen konnten.

Ausgehend vom realistischen, funktionell und prĂ€zise dargestellten FabrikgelĂ€nde bis zum Blick auf Maschinen oder Teile von ihnen, alle Elemente, die die Industrielandschaften des 20. Jahrhunderts prĂ€gten, werden Gegenstand seiner kĂŒnstlerischen Arbeit. Die Installation „Waschkaue“ ruft Aspekte einer untergehenden Arbeitswelt hervor, ebenso wie die Sammlungen von Ketten („Ankerkette“) und die ironisch so genannten „NiedersĂ€chsischen Schlösser“.

GemĂ€lde wie das mit dem Titel „Gelber Motor“ entfalten durch den schieren Naturalismus der Darstellung und ihre intensive Farbigkeit eine atemberaubende Anziehungskraft. Seine GegenstĂ€nde setzt Dieter Götze mit unterschiedlichen Techniken ins Bild. Anfangs mit Acryl- oder Dispersionsfarben auf Nessel arbeitend, wandelt sich seine Technik stĂ€ndig und er versucht mit Hilfe stofflicher Komponenten, Erden oder auch Rost, seinen Objekten nĂ€her zu kommen.

Dieter Götze zeigt in seinen Arbeiten, wie aus Stillstand und Verfall durch kĂŒnstlerische Darstellung Hoffnung fĂŒr die humane Gestaltung der Zukunft erwachsen kann