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DANZIGER MALEREI
DES 19. JAHRHUNDERTS

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum
Danzig
/Muzeum Narodowe Gdańsk anlässlich des
30jährigen Bestehens des Westpreußischen Landesmuseums Münster

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Die Zusammenarbeit mit polnischen Museen am Unterlauf der Weichsel bildet einen der wesentlichen Schwerpunkte der kulturellen Arbeit des Westpreußischen Landesmuseums in Münster. Die politische Wende Anfang der 1990er Jahre brachte mit sich die Möglichkeit, dem Gedanken- und
Ausstellungsaustausch mit polnischen Kultureinrichtungen neue Akzente zu verleihen und ihn kontinuierlich zu intensivieren und auszubauen. Die positive Entwicklung der grenzüberschreitenden Kulturarbeit führte schließlich zum Abschluss mehrerer Verträge über Zusammenarbeit mit polnischen Museen am Unterlauf der Weichsel, darunter mit dem Nationalmuseum in Danzig (Muzeum Narodowe w Gdań
sku), das zu den renommiertesten Einrichtungen in Polen und im östlichen Europa zählt. Durch diesen Vertrag verpflichten sich beide Museen “Bei der Sicherung der Kulturdenkmäler sowie bei der Darstellung der Geschichte und des Kulturerbes des Landes am Unterlauf der Weichsel (ehemals Westpreußen) auf den Gebieten Kunstgeschichte, Geschichte, Volkskunde, Archäologie, Museumswesen und Sozialgeschichte zusammenzuarbeiten” wobei die Durchführung von Ausstellungen in Polen und Deutschland den Schwerpunkt der musealen Kooperation bilden soll.

Die nun stattfindende Ausstellung “Danziger Malerei des 19. Jahrhunderts” aus den Beständen des Nationalmuseums in Danzig bildet den vorläufigen Höhepunkt der grenzüberschreitenden Arbeit des Westpreußischen Landesmuseums. 58 Werke namhafter Künstler, wie zum Beispiel Friedrich Eduard Meyerheim (Danzig 1808– Berlin 1879), Albert W. A. Juchanowitz (Danzig 1817 – um 1865), Johann Carl Schultz (Danzig 1801 – Danzig 1873, Direktor der Provinzialkunstschule in Danzig 1834 - 1873), Michael Carl Gregorovius (Danzig 1786 – Danzig 1845) oder Wilhelm August Stryowski (Danzig 1834 – Essen 1917) werden zum ersten Mal Polen verlassen und fünf Monate lang in Münster zu sehen sein. Gleichzeitig soll die Ausstellung an die Danziger Provinzialkunstschule, ihre Glanzzeit im 19. Jahrhundert und deren Gründung vor zweihundert Jahren erinnern.

Das Nationalmuseum hat seinen Sitz im besonders sehenswerten spätgotischen Franziskanerkloster in Danzig. Es pflegt und stellt unter anderem die erhaltenen Sammlungen des deutschen Stadt- und Provinzialmuseums aus, das sich seit seiner Eröffnung 1873 bis 1945 in dem Klostergebäude befand.